#11 Energie & Menschsein – Solomons Tune Up

Shownotes

🎙️ Gast dieser Folge Solomon Heyoka – Freigeist und Wegbegleiter für Menschen, die ihr wahres Selbst leben und ein freies, selbstbestimmtes Leben führen möchten. Solomon lebt seit vielen Jahren außerhalb klassischer Strukturen, arbeitet körper- und energieorientiert und spricht mit schonungsloser Ehrlichkeit über Heilung, Freiheit und die Schattenseiten der spirituellen Szene.

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🎵 Tune of the Week Omnia – Black House 👉 https://www.youtube.com/watch?v=ttUePWGGOMk Ein kraftvoller, archaischer Song, der erdet, öffnet und erinnert – an Körperweisheit, Rhythmus und innere Wildheit.

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✨ Wenn dich diese Folge berührt hat, dann hör sie gern ein zweites Mal – vielleicht in einem ruhigen Moment, wenn dein Körper zuhört und dein Kopf Pause machen darf.

Stay tuned, deine Victoria

Transkript anzeigen

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu Tune Up Your Life.

00:00:21: Mein Name ist Victoria Müller.

00:00:23: Ich öffne dir mit diesem Podcast einen Raum, dein Leben noch stimmiger und selbstbestimmter zu gestalten.

00:00:30: Mit deinen Gedanken, deinen Worten.

00:00:33: Deiner Stimme und vielen anderen Instrumenten.

00:00:36: Hier findest du wertvolle Impulse, die dich stärken, nähren und dir mehr Klarheit und Leichtigkeit für den Alltag schenken.

00:00:44: Schön, dass du da bist.

00:00:46: Lass uns gemeinsam einschwingen.

00:00:51: Solimon begleitet Menschen dabei, schmerzfrei zu werden, ihr wahres selbst zu leben und ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen.

00:01:12: Wir haben uns auf unserer einjährigen Europareise in Spanien kennengelernt.

00:01:16: Er hat mit mir, mit meinem Mann und auch mit unserer Tochter gearbeitet und dabei Dinge ausgesprochen, die lange in mir geschlummert haben.

00:01:25: Unter anderem die Einladung, meinem Mann zu erlauben, Mann zu sein und mich selbst wieder tiefer mit dem weiblichen Prinzip zu verbinden.

00:01:34: Tune Up bedeutet, den eigenen inneren Rhythmus wiederzufinden.

00:01:39: Jenseits von gesellschaftlichen Käfigen, spirituellen Dogmen und Selbstverurteilung.

00:01:45: Und genau darum wird es heute gehen.

00:01:47: Solomon, schön, dass du heute hier bist.

00:01:49: Sag doch erstmal Hallo.

00:01:52: Hallo, vielen lieben Dank für die Einladung.

00:01:56: Das ist total gerne.

00:01:57: Das ist heute die erste Remotefolge.

00:01:59: Das heißt, du bist mir heute zugeschaltet.

00:02:02: Wo bist du denn gerade?

00:02:04: Ich befinde mich in Spanien an der Mittelmeerküste bei nicht so spanischem Wetter

00:02:09: mit Sturm und Regen.

00:02:11: Ja, das ist zu hören und ich finde das aber sehr... Sehr stimmungsvoll für diese Folge, muss ich sagen.

00:02:17: Aber du findest es wahrscheinlich nicht so stimmungsvoll, weil du sitzt, glaube ich, schon seit drei Tagen in deinem Auto, oder?

00:02:24: Ja, das ist schon eine Woche mittlerweile, aber ja, jetzt ab morgen wird es wieder besser.

00:02:28: Ja, krass.

00:02:29: Na, das klingt gut.

00:02:31: Das ist schön.

00:02:32: Dann hast du bald wieder freilauf sozusagen.

00:02:36: Ja, das wird Zeit.

00:02:38: Ja, glaube ich.

00:02:40: Bevor wir tiefer einsteigen, Möchte ich mit einem Satz von dir beginnen?

00:02:44: Einen, der deine Haltung sehr gut beschreibt, ja?

00:02:49: Okay.

00:02:49: Meine größte Freude ist es, Menschen zu helfen, schmerzfrei zu werden.

00:02:54: Ihr wahres selbst zu leben und ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen.

00:02:58: Das klingt wunderschön und gleichzeitig weiß ich, dein Weg dahin war alles andere als leicht.

00:03:04: Lass uns da mal beginnen.

00:03:08: Du hattest eine erfolgreiche Karriere im Management.

00:03:12: Und dann kam der totale Zusammenbruch.

00:03:14: Job weg, Haus weg, alles weg.

00:03:17: Du sagst heute, das war das größte Geschenk deines Lebens.

00:03:21: Was ist damals in dir zerbrochen und was konnte dadurch überhaupt erst entstehen?

00:03:28: Die Frage wäre eigentlich, was ist nicht in mir zerbrochen, weil die Liste ist deutlich kürzer.

00:03:34: Okay,

00:03:34: dann

00:03:35: fangen wir da an.

00:03:38: Naja, also ich war ein sehr... Karriereorientierter Mensch, wie das so in der Gesellschaft als junger aufstrebender Mann mit der Suche nach dem Sinn des Lebens wahrscheinlich recht üblich ist.

00:03:52: Und ja, habe mein ganzes, ja, meine ganze Zeit, mein ganzes Sein eigentlich darauf ausgerichtet, möglichst schnell, möglichst erfolgreich zu sein.

00:04:05: Das hatte natürlich auch ein paar ja damals noch sehr unterbewusst motivierte Gründe.

00:04:12: Und meine, ich weiß nicht, wie sehr die Hörer sich mit Astrologie beschäftigen, aber meine astrologische Konstellation schubst mich auch in die Richtung mit sehr viel Feuer im Chart.

00:04:25: Löwe, Schütze, Schütze und so.

00:04:28: Von daher war mir eine Bühne und Selbstverständung damals sehr, sehr wichtig.

00:04:36: Genau, was zerbrochen ist, ist ein falsches Selbstbild.

00:04:42: kein falsches Selbstbild und vor allem falsche Motivation.

00:04:46: Was heißt falsch?

00:04:47: Also es war mein damaliges Selbstbild durch Familie und Gesellschaft geprägt und das ist dankenswerterweise zerbrochen und zwar so ziemlich alles, sodass ich tatsächlich bei Null anfangen durfte und mal herausfinden, wer ich denn wirklich bin und nicht wer ich glaube sein zu müssen.

00:05:08: Ne, sein zu müssen.

00:05:12: Darf ich da mal einhaken?

00:05:14: War da ein Wert an Leistung geknüpft?

00:05:18: Absolut.

00:05:20: Also ich war schon immer ein Schüler, der sehr auffällig war.

00:05:26: Trotzdem immer sehr, sehr gute Noten hatte.

00:05:29: Und ja, ich dadurch halt irgendwie versucht habe, den in Anführungsstrichen Mangel oder Diss.

00:05:37: anders sein, das auffällig sein, das nicht passend sein zu kompensieren.

00:05:43: und der Welt um mich zu beweisen, hey, schau mal, ich mach doch alles gut, also pass ich doch.

00:05:48: Also bin ich gut.

00:05:51: Kannst du mich mal mitnehmen?

00:05:53: Das war dann deine Schulzeit und wie ging's danach für dich weiter?

00:05:55: Weil du meintest ja, das ging jetzt erstmal alles so seinen Lauf, wie man es eben so macht.

00:06:02: Was hast du danach gemacht?

00:06:04: Nach einem sehr abenteuerlichen Schulweg habe ich eine Ausbildung als Industriekaufmann begonnen.

00:06:11: Ziemlich früh, da auch sehr ambitioniert

00:06:14: gewesen,

00:06:14: ziemlich schnell ins Management eingestiegen, ein berufsbegleitendes Studium gemacht, so mit vierzig, fünfzig Stunden Arbeit plus fünfzehn Stunden Studium die Woche.

00:06:25: Also alles wirklich sehr, sehr ausgerichtet auf möglichst schnell, möglichst viel Erfolg.

00:06:35: Okay, krass.

00:06:36: Und könntest du sagen, dass du es, wenn man das jetzt aus der gesellschaftlichen Sicht betrachtet, geschafft hast, also ganz oben warst, hattest es genug Geld auf dem Konto?

00:06:52: Ja,

00:06:53: ich hatte mit ... Ich hatte mit ... Ein Neubauhaus, Erstbezug.

00:07:00: Wirksneuen Audi A-Fünf von Schicker Hugo Bossanzüge.

00:07:03: Also ja, aus gesellschaftlicher Sicht habe ich sogar die meisten Altersgleichen weit überholt.

00:07:12: Warst

00:07:12: trotzdem nicht glücklich, oder?

00:07:14: Nein, im Gegenteil.

00:07:16: Ich bin sowohl mit Bauchschmerzen zur Arbeit als auch mit Bauchschmerzen Hause

00:07:19: gefahren.

00:07:21: Also haben sich bei dir auch körperliche Symptome gezeigt?

00:07:24: Ja, natürlich.

00:07:25: Ja, spannend.

00:07:28: Weil den Solomon, und das kann ich an der Stelle schon mal verraten, das ist ja nicht dein bürgerlicher Name, den hast du abgelegt.

00:07:36: Den Menschen habe ich nicht mehr kennengelernt, sondern den, der alle Verträge gekündigt hat und sich einen VWT-IV gekauft hat und auf Europa-Reise gegangen ist.

00:07:48: Genau, das war damals meine kleine Rettungskapsel.

00:07:52: Wie hat sich diese äußere Reise mit deiner inneren Entwicklung verwoben?

00:07:59: Ja, noch viel intensiver.

00:08:00: Tatsächlich, als wir da bisher drauf eingegangen sind, das gäbe noch ein paar noch intensivere Etappen.

00:08:07: Ah, okay.

00:08:08: Ja, nimm uns gerne mit.

00:08:09: Dafür sind wir da.

00:08:11: Also, nach dem Karriereende, klassischen Burnout-Depressionen, gab es dann eine kleine Selbstfindungsphase, in der ich auch sehr viele... Alternative psychedelische Erfahrungen gesammelt haben.

00:08:25: Was mich auf dem Absolutes hoch wieder befördert hat nach dem Absoluten Tief.

00:08:29: Aber wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.

00:08:32: Das ist mir dann auch passiert.

00:08:33: Und der Kauf des T-IVs, den ich wirklich als meine Rettungskapazale betrachtet habe, war der Weg aus schweren Psychosen heraus.

00:08:48: einfach dafür gesorgt, dass ich wieder zu mir reisen darf und diesmal auf einem langsameren, nicht ganz so psychedelisch

00:08:55: geprägten Weg.

00:08:57: Ja, okay, verstehe.

00:08:58: Das heißt, diese Psychosen sind durch die psychedelischen Experimente hervorgerufen worden?

00:09:06: Ja und nein, also das würde so ein bisschen den Rahmen sprengen, da wirklich ins Detail zu gehen, aber es hat auf jeden Fall damit zu

00:09:13: tun.

00:09:15: Okay.

00:09:15: Und hast du dir da Hilfe geholt?

00:09:17: Also hast du eine Art Entzug machen müssen oder hast du es alleine?

00:09:20: Nein, nein, nein.

00:09:21: Ich hatte bis auf das normale Rauchen von Zigaretten in meinem Leben eigentlich nicht wirklich Abhängigkeiten.

00:09:27: Ich hatte nie ein Problem damit, Nein zu sagen.

00:09:32: Zumindest bei solchen Dingen.

00:09:36: Nee, ich habe mir tatsächlich... Also ja, ich habe versucht, mir Hilfe zu holen.

00:09:41: Ich bin dann damals freiwillig in eine psychiatrische Klinik gegangen.

00:09:46: Freiwillig ganz wichtig, weil es auch mir das freiwillige Gehen wieder ermöglicht hat.

00:09:52: Und was ich dort innerhalb von einer Woche erlebt habe, war ganz klar, dass ich meinen Eilungsweg nicht mit Psychopharmakan und überlasteten Therapeuten bestreiten möchte, sondern meinen eigenen Weg dargeben.

00:10:07: Und dementsprechend habe ich das dann auch wieder hinter mir gelassen.

00:10:11: Ich habe dann von meiner letzten Kohle damals in Tivir gekauft und bin tatsächlich für eine sehr lange Zeit in nahezu vollständige Isolation gegangen, um einfach herauszufinden, wer ich bin und zu lernen, mich selber zu ertragen.

00:10:25: Was damals natürlich weniger bewusst war, als es mittlerweile ist.

00:10:29: Was da so genau in mir vorging.

00:10:31: Aber ja.

00:10:32: Ja krass.

00:10:33: Und wo hast du dich dann zurückgezogen?

00:10:35: Also wohin?

00:10:37: Ich habe... Ja, mein Bus, wie gesagt, war die Rettungskapsel.

00:10:40: Ich bin dann so ein bisschen durch Frankreich, Spanien, Portugal gereist und habe einfach viel Zeit draußen in der Natur verbracht und so gut wie keine Zeit mit anderen Menschen.

00:10:52: Ich habe ein gutes dreiviertel Jahr nahezu mit keinem Menschen gesprochen, außer vielleicht mal ein paar Textnachrichten.

00:10:58: Ja, das war eine sehr, sehr heftige Zeit, aber die hat mir wirklich gezeigt, was in mir los ist.

00:11:07: Na ja, du wurdest ja komplett auf dich selbst zurückgeworfen.

00:11:10: Absolut.

00:11:11: Und

00:11:12: wie war der Prozess?

00:11:14: Also selber dich zu ertragen und dann nachher nicht mehr zu ertragen, sondern auch die Gesellschaft mit dir alleine zu genießen.

00:11:21: Was musst

00:11:21: du dafür

00:11:22: ablegen?

00:11:23: Da vielleicht auch erlernen,

00:11:25: keine Ahnung.

00:11:27: Das ist eine gute Frage.

00:11:28: Dass zu benennen ist ein bisschen schwer.

00:11:30: Also was muss dich ablegen?

00:11:36: Ja, ich glaube ganz viel.

00:11:39: Glaubenssätze mit dem Satz beginnen, ich müsste, ich sollte, ich könnte, sondern einfach mal da zu sein, zu akzeptieren, wie es ist.

00:11:51: Und damals war es so, dass ich nicht wirklich in der Lage war.

00:11:56: Ich habe es gerade so geschafft, einkaufen zu gehen, mir was zu essen zu machen.

00:12:00: Aus rein mentalem Zustand.

00:12:02: Und das einfach mal zu akzeptieren.

00:12:05: Und dabei die Hoffnung aufrecht zu erhalten.

00:12:08: Und eigentlich war es mehr als Hoffnung, es war schon ein inneres Wissen, dass ich das schaff, dass ich da durchkomme, auch ohne therapeutische Hilfe.

00:12:18: Das heißt nicht, dass mir nicht auf dem Weg auch Leute geholfen haben, im Gegenteil, aber ich habe halt nicht den klassischen Heilungsweg gewählt, der für mich tatsächlich kein Heilungsweg ist.

00:12:26: Also gerade aus energetisch-spiritueller Sicht ist es eher eine,

00:12:31: wenn ich das so sagen darf, Vergewaltigung, was da mit den Menschen gemacht wird.

00:12:35: Ja, ich habe von einigen gehört, die in diesen Kliniken waren und extrem ernüchtert waren, was da alles so abgeht.

00:12:46: Also Medikamenten, Missbrauch und so weiter und so fort, also ohne da tiefer einsteigen zu wollen.

00:12:52: Nutze ich doch gleich mal deinen Stichpunkt energetische Heilung, denn irgendwann im Laufe dieses Prozesses ist der Solomohn geboren.

00:13:03: Wie kam das?

00:13:05: Das kam dadurch, dass ich einfach erkannt habe, okay, dieser, mein bürgerliche Namen und die damit verbundene Person sind für mich nicht, das bin nicht mehr ich.

00:13:18: Und das heißt nicht, dass ich den Namen, also mein bürgerlichen Namen nicht mag.

00:13:23: Im Gegenteil, es ist ein schöner Name und ich nutze ihn

00:13:26: ja auch,

00:13:26: komme ich ja nicht drum herum, wenn ich in irgendeiner Form behördliche oder, ja, Dinge, Dinge tue, dann komme ich da rein nicht drum herum.

00:13:35: und Das ist auch nach wie vor ein Teil von mir.

00:13:40: Aber es hat einfach ein neuer Lebensweg begonnen und somit auch ein neuer Name.

00:13:46: Eigentlich war es mehr wie der Geburt.

00:13:49: Von daher passt das ziemlich

00:13:51: gut.

00:13:52: Es ist total spannend.

00:13:54: Ich habe mal Heioka nachgeschaut, was das bedeutet.

00:13:58: Und das ist indianisch von den Siyu.

00:14:02: Und heißt, derjenige, der rückwärts heilt oder rückwärts denkt und damit den Leuten aufzeigt, dass sie sich selbst nicht so ernst nehmen sollen, ne?

00:14:13: Ja, da spielt der kosmische Humor eine ganz wichtige Rolle.

00:14:17: Das war nämlich auch eines der Dinge, die ich lernen durfte.

00:14:22: Einer meiner liebsten Sätze ist mittlerweile, selbst wenn es mir schlecht geht, geht es mir gut, dass wir einfach lernen, bei all der Scheiße, die wir uns so im Kopf zusammenbrauen und meinen, was ganz schlimm und ganz wichtig ist, dass wir nicht verlieren, über uns selbst zu lachen.

00:14:35: Weil am Ende des Tages bauen wir uns den größten Teil des Leides, den wir so empfinden, in unserem Kopf selbst zusammen.

00:14:42: und da darf man auch einfach mal schmunzeln und sich sagen, Herr May, da habe ich ja wieder ganz schön

00:14:46: Bock missgebaut.

00:14:48: Ja, das Ganze mehr spielerisch zu betrachten, das Leben als Spiel zu sehen und wir als Spielende.

00:14:58: Unser, ich sag mal, höheres Bewusstsein schaut uns dabei zu.

00:15:02: Das wird so ähnlich.

00:15:04: Absolut.

00:15:06: Vor allem wenn wir lernen, dass wir uns bewusst werden, dass wir tatsächlich zwei irgendwie in unserem Kopf haben.

00:15:12: Also wir sind ja in der Lage uns selbst beim Denken zu beobachten.

00:15:16: Und wenn wir das, in dem Moment, wo wir das merken und das verstehen, merken wir auch, dass wir gar nicht unsere Gedanken sind.

00:15:23: Genau.

00:15:24: Das meinst du damit, wenn du sagst, dass wir uns einen möglichen Scheiß im Kopf zusammenstellen.

00:15:30: Das ist, wenn wir die Gedanken sozusagen unbewusst ihren freien Lauf lassen, dann entstehen eben manchmal im Kopf Konstrukte davon, wie wir glauben zu sein oder auch, wie du vorhin sagtest, sein zu müssen.

00:15:47: Und... statt dann wieder mehr ins Bewusstsein zu kommen und zu sehen, ah das sind vielleicht alles nur Gedankenkonstrukte.

00:15:56: Da interessiert mich in dem Zusammenhang mal sehr, du bist ja ein energetischer Heiler und ich bin ganz ehrlich, als ich zum ersten Mal davon gehört habe, dass du auf dem Platz bist, also wir waren ja in Spanien auf dem gleichen Platz und ich hatte, ja lass mich, was weiß ich, ich war krank, ja ich hatte Fieber, ich hatte dann plötzlich neben dem Husten in der Seite so einen Stechen gekriegt und ich hatte keine Ahnung, was das war und das hielt ewig an.

00:16:25: Ich konnte kaum atmen, keine Ahnung.

00:16:27: So.

00:16:28: Und dann hieß es ja, der Solomonen ist auf dem Platz erst ein energetischer

00:16:31: Heiler.

00:16:36: Energetischer Heiler.

00:16:37: Muss ich dran glauben?

00:16:39: Nee, musste nicht unbedingt.

00:16:41: Hilft trotzdem.

00:16:43: Also ich bin ganz ehrlich, ich habe mich aus einer Verzweiflung zu dir hinbegeben.

00:16:51: Und das klingt so ein bisschen nach Hokus Pokus und Zauberei.

00:16:56: Ja, absolut.

00:16:57: Und dem möchte ich heute so ein bisschen den Mantel entziehen, weil das überhaupt nichts mit Hokus Pokus zu tun hat.

00:17:04: Und diese alte Skepsis von mir ist eine übernommene gesellschaftliche Sicht gewesen, weil in mir drin weiß ich schon lange, dass wir energetische Wesen sind, aber ich würde gerne mal von dir wissen.

00:17:16: Aus energetischer Sicht, wie betrachtest du den Menschen?

00:17:21: Vorab möchte ich mal sagen, ich sage von mir nicht, dass ich ein energetischer Heiler bin in der Form, sondern ich helfe Menschen auf energetischer Ebene zu heilen.

00:17:28: Das ist für mich ein großer Unterschied.

00:17:31: Weil genau wie du sagst, die Energien sind da, sie sind überall.

00:17:36: Und manchmal sind sie halt einfach ein bisschen blockiert.

00:17:40: Aber die Heilung, die geschieht, die vollzieht jeder selbst.

00:17:43: Das Einzige, was ich mache, ist vielleicht Türen öffnen, die vorher verschlossen waren.

00:17:47: Oder auch mal Türen schließen, die vorher

00:17:48: offen waren.

00:17:50: Ja, also Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

00:17:57: Okay, das ist ja wichtig, diese Unterscheidung, dass du dich auch gar nicht so bezeichnest sozusagen.

00:18:02: Es gibt Mittel und Wege, mit denen ich arbeite, aber ich würde von mir weder behaupten, ich bin eine Schamane, weil ich habe nicht mit drei Jahren im Dschungel angefangen, Ayahuasca zu trinken und mit den Naturgeistern zu sprechen.

00:18:12: Noch würde ich sagen, ich bin ein Heiler, weil ich helfe Menschen

00:18:15: gerne.

00:18:19: Super.

00:18:21: Die Frage bleibt, die würde mich wirklich sehr interessieren.

00:18:25: weil ich mir auch darüber selber in letzter Zeit sehr viel Gedanken gemacht habe.

00:18:31: Also alles ist ja Schwingung, wir sind Schwingung.

00:18:34: Was für eine Art Selbstverständnis hast du vom Menschen aus energetischer Sicht betrachtet?

00:18:43: Das würde jetzt wahrscheinlich, das vollständig zu beantworten, ein paar Stunden dauern.

00:18:51: Also hast du so ein Schalenmodell, wo du so sagst, also es gibt die physische Existenz des Menschen.

00:18:58: Und dann sehe ich, dass verschiedene Ebenen drumherum sind.

00:19:04: Weißt du, was ich meine?

00:19:05: Also was für ein Bild hast du denn hinter den Menschen quasi?

00:19:09: Also um es mal möglichst einfach zusammenzufassen, für mich ist jeder von uns ein Bündel aus Erfahrungen.

00:19:21: Und Erfahrungen sind gespeigerte Energien.

00:19:26: Erfahrungen sind Emotionen, Erinnerungen.

00:19:31: Und all das ist eine energelische Information.

00:19:36: Genau.

00:19:37: Und manchmal werden Informationen ja einfach auch fehlinterpretiert.

00:19:43: Also wenn ich sie zum Beispiel sag, draußen ist warm, dann ist bei dir vielleicht ein anderes Bild im Kopf als bei mir.

00:19:51: Und Fakt ist einfach, es ist Wetter.

00:19:55: Alles andere ist subjektiv.

00:19:57: So, und wie diese Interpretation stattfindet, das sorgt halt oftmals für Störungen im energetischen System, ja.

00:20:05: Und klar, der Mensch besteht in unserer Wahrnehmung aus einem physischen Körper, dann noch irgendwie sowas wie eine Seele, ein Geist in Anführungsstrichen, die wobei die deutsche Unterscheidung da ein bisschen unpassend ist, Body Mind and Soul trifft irgendwie besser.

00:20:21: Aber am Ende des Tages ist auch all das nur Energie.

00:20:28: Ja, wie es so schön heißt, ist mein... Man muss immer ein bisschen aufpassen, dass man da nicht in spirituelle Floskeln und Gelaber verfällt, aber es ist halt... Ja, es ist unsere Interpretation dessen, was ist und was es tatsächlich ist.

00:20:42: Wer weiß es schon?

00:20:43: Ich nicht.

00:20:44: Ja.

00:20:45: Das heißt, du gehst davon aus, dass jeder Mensch eine eigene Wahrnehmung der Realität

00:20:50: hat.

00:20:51: Absolut.

00:20:52: Realität ist absolut subjektiv, ja.

00:20:54: Absolut subjektiv.

00:20:55: Absolut, ja.

00:20:59: Ja, total spannend mit den unterschiedlichen Interpretationen, weil ich letztens sogar gelesen habe, wir Menschen, wir sehen Farben unterschiedlich, also wenn wir jetzt sozusagen beide das gleiche Bild angucken, sehen wir trotzdem immer unterschiedliche Dinge, weil wir seit alleine schon aus visueller Perspektive sehen wir unterschiedlich und dann verbinden wir unterschiedliche Erinnerungen mit dem Ganzen.

00:21:26: vielleicht siehst du was, was dich erinnert an deine Kindheit oder ich sehe was, was mich triggert, weil ich damit vielleicht ein gutes oder auch nicht so gutes Erlebnis hatte und was passiert haben, wenn eine sogenannte Fehlinterpretation stattgefunden hat.

00:21:42: Also du sagst ja, dass die meisten Geschichten durch Fehlinterpretation passieren und sich dann energetisch im Körper ablegen.

00:21:55: Wie äußert sich oder wie kann sich das äußern?

00:21:58: Also was heißt Fehlinterpretation?

00:22:00: Das möchte ich vielleicht ein bisschen umformulieren.

00:22:01: Es ist einfach eine Interpretation.

00:22:05: Eine Interpretation kann halt für uns selbst positiv sein oder für uns selbst negativ sein.

00:22:15: Ob das jetzt viel richtig oder falsch

00:22:18: ist, ist einfach wie es ist.

00:22:20: Und diese Interpretation kann halt für... oder... Die Emotion, die daraus entsteht, kann halt zu unangenehmen Gefühlen führen.

00:22:31: Und wenn wir diese nicht verarbeiten, nicht loslassen, dann kann das sich auf physischer Ebene manifestieren, im Sinne von Blockaden, Schmerzen, Unwohlsein bis hin zu schweren Krankheiten.

00:22:46: Ich weiß nicht, wie es die geht, aber bei mir, in meinem persönlichen Werdegang war es so, dass es schon eine Weile gedauert hat, bis ich verstanden habe.

00:22:54: Das hinter meinen körperlichen Symptomen auch vielleicht psychosomatische Geschichten stecken.

00:23:04: Also es hat eine Weile gedauert mir das auch einzugestehen.

00:23:10: Jetzt kannst du psychosomatisch nennen oder auch energetisch, dass quasi das mit Interpretation zu tun hat.

00:23:21: Wie löst du das konkret auf?

00:23:23: Also was hast du für Methoden, die du nutzt, um die Energie sozusagen wieder an den Fluss zu bringen?

00:23:32: Da arbeite ich halt sehr gerne auf verschiedenen Ebenen.

00:23:35: Also zum einen auf reinkörperlicher Ebene ist es halt, also ich nenne es gern Triggerpunktmassage, wirklich tief in die physischen Blockhaden reinzugehen.

00:23:44: Bleiben wir mal beim Einfachen.

00:23:46: ein Beispiel verspannte Schulter.

00:23:49: Wirklich den Muskel wirklich so... zu manipulieren, in Anführungsstrichen manipulieren ist tatsächlich ein neutrales Wort, auch wenn es bei uns oft im Kopf sehr negativ behaftet ist, aber den Muskel so zu bearbeiten, zu manipulieren, dass er wieder loslässt.

00:24:08: Was dadurch passiert ist, wenn man die energetische Ebene mitnimmt, ist, dass oft Emotionen freigesetzt werden.

00:24:15: Das kann in einer Behandlung sein, dass er klient, bei der Massage anfängt zu weinen.

00:24:19: Es kann sein, dass er anfängt zu lachen.

00:24:21: Es kann sein, dass Bilder und Gedanken im Kopf auftauchen, die lange nicht mehr da waren.

00:24:26: Genau, und deswegen gehört bei mir zum Beispiel auch immer vor und nach Gespräch dazu, um halt auch den Menschen und seinen Kopf vor allem mitzunehmen.

00:24:35: Und da ist für mich immer ganz, ganz wichtig, und da kommen wir auch nochmal auf, das in Hiyoka zu sprechen, das wir einfach lernen.

00:24:43: Alles mal nicht so ernst zu nehmen.

00:24:44: Dass wir sehen, wie viel Schönheit selbst in dem für uns augenscheinlich schlimmsten Dingen steckt.

00:24:51: Dass wir lernen, die Perspektive zu ändern.

00:24:53: Dass wir die Schönheit und das Licht in der Dunkelheit erkennen.

00:24:58: So, um es mal recht einfach und sinnbildlich zu formulieren.

00:25:03: Ja, schön.

00:25:05: Ja, toll.

00:25:06: Finde

00:25:07: ich gut.

00:25:08: Und jetzt habe ich auch gesehen auf deiner Homepage, dass du Wirbelsäulen aufrichtung machst.

00:25:14: Was kann ich mir darunter vorstellen?

00:25:16: Und das ist eine hauptsächlich energetisch ausgelegte Behandlung.

00:25:20: Wobei, wie gesagt, sie arbeitet auch immer mit physischen Impulsen und mentalen, emotionalen Impulsen.

00:25:25: Aber da geht es tatsächlich darum, den Körper, das Körperskelett, wieder in einem ideal Zustand möglichst nahem Zustand.

00:25:38: wieder zuzuführen.

00:25:39: Also einfach ganz oft ist es ja so, ganz viele Menschen haben zum Beispiel der Hüftschiefstand und in der Hüfte vor allem werden sehr viele Emotionen abgespeichert.

00:25:52: Was man auch sieht zum daran, wie Menschen tanzen, wie Menschen generell beweglich sind.

00:25:57: Wenn Menschen sehr gut einen Hüftschwung haben, sehr gut sich frei und locker bewegen können, dann ist die Basis flexibel.

00:26:04: Die Hüfte ist unsere Basis.

00:26:06: Wir zeigen es auch gerne als Vase für die Wirbelsäule.

00:26:09: Die Wirbelsäule ist die Blume, die in der Vase steht, schräg, schräg in der Hüfte hängt.

00:26:15: Genau.

00:26:16: Und da geht es einfach darum, den Idealzustand möglichst nahe zu kommen.

00:26:23: Und das primär auch.

00:26:25: Genau, ja.

00:26:26: Die Hüfte ist halt sehr viel, da sie unsere Basis ist und unsere Basis ist Vertrauen und Flexibilität.

00:26:34: Wenn das gegeben ist, funktioniert eigentlich fast alles.

00:26:39: Spannend.

00:26:41: Weil viele Leute sehr mit dem Rücken zu tun haben, sage ich mal.

00:26:46: Und aus energetischer Sicht hat das ja manchmal, ich sage das bewusst so, weil es nicht absolute Wahrheiten gibt.

00:26:55: Hat es häufig damit zu tun, dass diese Menschen auch viel Verantwortung tragen und das Wortwörtlich auch auf ihrem Rücken ablegen?

00:27:02: Hast du diese Erfahrung auch so gemacht?

00:27:07: Ja, klar.

00:27:07: Also ich meine, es gibt viele Sprichworte, die einen sehr wahren Kern haben.

00:27:11: Seinen Rucksack mit all den Themen.

00:27:13: Der zieht halt am Rücken, der zieht die Schultern runter, macht ein kleiner, macht den Rücken rund, macht das Goldjose.

00:27:20: die laut Schulmedizin angeblich nicht halber wäre.

00:27:23: Ich habe meine in den Griff bekommen und das ohne Operation oder Ähnliches.

00:27:32: Eine Sache würde mich noch interessieren, wenn man sich in deine Hände begibt.

00:27:38: Ist es erforderlich daran zu glauben daran, dass alles Energie ist und dass... Du sagst, du arbeitest ja auch körperlich, physisch, mit den Menschen aber eben auch energetisch, müssen diejenigen dran glauben, mit denen du daran arbeitest?

00:27:56: Nein, das Einzige, was ich von meinen Klienten einfordere, ist, die Bereitschaft, sich zu öffnen und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.

00:28:09: Das bedeutet für mich, dass Wenn emotionale Themen hochkommen, sie auch in der Lage sind, darüber zu sprechen und es dann auch bitte tun, weil wir wollen ja Dinge loslassen, Dinge loslassen, die uns bisher blockiert haben.

00:28:21: Und nein, das ist absolut nicht nötig.

00:28:23: Da habe ich ja ganz schönes Beispiel.

00:28:25: Da hatte ich ja einen Klienten, einen Mann.

00:28:27: Eins neunzig groß, wahrscheinlich so hundertvierzig Kilo, also wirklich ein

00:28:30: Schrank.

00:28:31: Ein Schrank

00:28:32: von Mann.

00:28:33: und der sagt zu mir ja, also keine Ahnung, ich habe jetzt schon so lange Schmerzen.

00:28:37: Ich glaube zwar nicht an den Kram, den du da machst, aber Ich weiß nicht mehr, weiter, lass das mal machen.

00:28:42: Also, solange du nicht um mich singt, um mich herum tanzt, ist alles okay.

00:28:47: Ich sage, nein, nein, keine Sorge, ich setz mich nur einfach hinter dich.

00:28:50: Wir setzen uns beide auf den Boden, ich setz mich hinter dich.

00:28:53: Ich lege ein bisschen meine Hände auf den Rücken und mach's hier nicht ein bisschen hier und da.

00:28:58: Sagt er, okay, machen wir.

00:29:02: Bei ihm hatte er so starke Blockaden in der Schulter und in der Wirbelsäule.

00:29:09: dass nach der Behandlung, es war ihm tatsächlich regelrecht schwindelig, er hat da Rauschen in den Ohren und so weiter und so fort, einfach weil einfach mal wieder was geflossen ist, was ganz lange nicht geflossen ist.

00:29:22: Und wir hatten ihn natürlich auch ein bisschen Angst gemacht, ich sag du, ganz entspannt leg dich einfach ein Stimmchen hin, schlaf, trink, macht ganz entspannt den Rest des Tages.

00:29:32: Wenn es hier morgen nicht gut geht, dann bezahle ich dir den besten Arzt in Spanien.

00:29:41: Es ist dann in seinen, das war aber auch ein Camper.

00:29:43: Es ist dann in sein Wohnmobil gegangen und ich habe gesagt so, ich komme dann morgen früh, schau ich nach dir, schau wie es dir geht.

00:29:50: Als ich dann am Morgen da hingelaufen bin.

00:29:53: Hörte ich schon lautstark, die Musik aus diesem Camper dringend und diese hundertvierzig Kilomanen wie eine Elfe durch sein Wohnmobil tanzen, am saugen und am

00:30:01: wischen.

00:30:01: Oh,

00:30:03: wie süß.

00:30:04: Ach, schön.

00:30:04: Ja, ja.

00:30:05: Ja, ja.

00:30:06: Und dann guckt er raus.

00:30:08: Oh, da bist du ja endlich.

00:30:09: Gib mir dein Paper.

00:30:10: Ich will dich unbedingt bezahlen.

00:30:13: Wie cool.

00:30:13: Oh, das ist wirklich schön.

00:30:15: Ja, und er hat halt wirklich gar nicht dran geglaubt, gell?

00:30:18: Er hat ja gesagt, es sei das Schwass, wenn du was machst, aber... Ich probiere jetzt auch Spaß, wenn es mir so

00:30:22: schlecht geht.

00:30:22: Na ja, die Verzweiflung.

00:30:27: Lässt sich dann auch mal neue Dinge ausprobieren.

00:30:30: Ja, aber es zeigt ja auch ein bisschen, dass er schon irgendwie irgendein Teil von ihm zumindest dringend glaubt hat.

00:30:37: Ich glaube, wir haben ja hier alle dieses Wissen bewusst oder unbewusst.

00:30:44: Wo siehst du Grenzen von Energiearbeit?

00:30:47: Wann braucht es Erdung, Pausen, vielleicht sogar ganz klassische menschliche Unterstützung?

00:30:53: Ist da spontan eine Antwort darauf?

00:31:00: Ja, meine Antwort wäre selbst verantwortlich.

00:31:05: Immer das Allerwichtigste.

00:31:07: Wir können immer Menschen nur dann helfen, wenn ihnen auch geholfen werden will.

00:31:12: Und wir können nur loslassen, was wir auch bereit sind, loszulassen.

00:31:17: Das sind ganz klare

00:31:17: Grenzen.

00:31:21: Und jetzt hattest du ja vorhin auch gesagt, naja, in so eine Klinik gehen würde ich auf keinen Fall, da würde ich immer andere Wege wählen.

00:31:29: Wo würdest du auch mal sagen, dafür gehe ich jetzt auch

00:31:31: mal ins Krankenhaus.

00:31:33: Also Schulmedizin ist was Gutes, vor allem Unfallchirurgie etc.

00:31:38: Also wunderbar.

00:31:41: Für manche mag auch der Aufteil den psychischen Kliniken richtig und gut sein.

00:31:46: Wovon ich allerdings... immer abraten würde, wäre der Einsatz von Psychopharmak.

00:31:53: Da gibt es andere Wege, aber die erfordern jede Menge Mut und Leidensfähigkeit.

00:32:00: Ich gehe mal auf deine letzten Monate ein, weil bei dir ist es ja auch so, dass du eine Mischung machst aus Reisen und Arbeiten.

00:32:09: Und wenn ich dich so die letzten Monate bei Social Media gesehen habe, Dann hast du auch sehr offen über deine körperlichen Symptome gesprochen.

00:32:20: In der Zeit, als du wieder gearbeitet hast.

00:32:22: Entzündung, Erschöpfung, Zahnschmerzen, Herbes.

00:32:26: Alles während dieser intensiven Arbeit und Termindruck und dann ja eben auch dieser finanziellen Verantwortung.

00:32:32: Also sprich, wenn ich reisen möchte, muss ja auch irgendwie Geld in die Kasse kommen.

00:32:37: Was hat dein Körper dir in dieser Zeit gezeigt?

00:32:39: Vielleicht auch gnadenlos ehrlich.

00:32:43: Er war sehr genadenlos, ehrlich.

00:32:44: Also so viel, wie ich in diesen drei Monaten körperlich zu schaffen hatte, also mit, ja, oder zu leiden hatte in Anführungen, war in den letzten Jahren zuvor nicht.

00:32:57: Also das war schon sehr, sehr prägnant und eine sehr klare Botschaft, dass ich das, was ich da gerade tue, mir sehr widerspricht.

00:33:06: Das war ich mir auch während auch währenddessen schon bewusst.

00:33:10: Allerdings habe ich mir einfach gesagt, okay, Lektion angenommen.

00:33:15: Nichtsdestotrotz führe ich das jetzt zu Ende, weil ich möchte einfach mir jetzt wieder die Zeit nehmen, um dann meinem wahren Weg wieder ein Schrittchen näher zu kommen.

00:33:25: Weil ich glaube, wir sind nie im Ziel.

00:33:27: Und das ist auch gut so, weil sonst könnten wir auch einfach aufhören mit allen und uns in die Ecke legen und loslassen.

00:33:34: Von daher, es ist sein ewiges Lernen, es ist ein ewiger Weg

00:33:37: und Ja.

00:33:39: Also waren die letzten Monate theoretisch so eine Art kleiner Rücktritt in so eine Art altes Leben, so mit diesen Glaubenssätzen.

00:33:47: So jetzt muss ich erstmal wieder in einen geregelten Job gehen und geregeltes Geld verdienen und arbeiten von nine to five oder sogar noch länger.

00:33:59: Nein, ja und nein.

00:34:01: Also es ist mich wie.

00:34:02: Hab da für mich, bin ich gerade so auf dem Weg, mich da selbst einzupendeln.

00:34:07: Wie meine anfängliche Erzählung ja wahrscheinlich deutlich gemacht hat, hatte ich früher schon sehr früh sehr viel Geld zur Verfügung.

00:34:14: Hab dann aufgrund des intensiven Lebens wandelt, eine ganz lange Zeit sehr, sehr wenig Geld zur Verfügung hat.

00:34:21: Und hab das auch gebraucht.

00:34:24: Aber jetzt bin ich seit einer gewissen Zeit einfach an einem Punkt, wo ich mir sage, okay, ich möchte mir aber erlauben, dass es mir gut geht.

00:34:29: Ich möchte mir erlauben, dass es ... leichtes, auch finanziell leichtes.

00:34:34: Und da bin ich halt einfach gerade daran dabei herauszufinden, wie mein Weg dahin aussieht.

00:34:43: Deswegen probiere ich verschiedene Sachen.

00:34:47: Ja, ausprobierend.

00:34:49: Spielerisch gucken, was funktioniert und wo hast du Freude dabei.

00:34:55: Ja, weil ich in meinem Umfeld auch sehe, dass Viele Menschen auch dauerhaft krank sind, körperlich, emotional, geistig.

00:35:07: Ich frage mich manchmal, wie die Menschen das Jahrzehnte lang schaffen und warum wir uns das antun.

00:35:11: Also, hast du da eine Idee?

00:35:16: Naja, Erwartungshaltung, oder?

00:35:18: Und einfach Prägung, Prägung der Gesellschaft.

00:35:21: Ich meine, die meisten von uns sind normal in einem Umfeld, was durch, ja, sehr erfolgsgeprägt ist.

00:35:33: sehr viel Druck erzeugt, finanziellen Druck.

00:35:37: Alles wird teurer, die Einkommen steigen, aber nicht entsprechend.

00:35:41: Das heißt, am Grund des Tages haben wir immer weniger zur Verfügung.

00:35:44: Am Ende des Tages haben wir immer weniger zur Verfügung.

00:35:47: Und das erzeugt natürlich steigenden Druck.

00:35:50: Und wir dürfen nicht vergessen, welche Ängste wir haben.

00:35:54: Das spielt eine ganz große Rolle, nämlich Versorgungssicherheit.

00:35:58: Und wir glauben halt, dass es... mir Sicherheit oder dass es einem Sicherheit gibt, wenn ich arbeite, wenn ich Geld verdiene, brav meine Versicherungen bezahle und alles schön ist und alles doppelt und dreifach abgesichert, dann würde uns das Sicherheit geben.

00:36:15: Was wir aber dabei vergessen ist, ist, dass das einzige, was uns wirklich Sicherheit geben kann, wir selbst sind.

00:36:21: Und damit spreche ich von einer oder alles entscheidenden Eigenschaft, nämlich der Resilienz.

00:36:31: Wenn wir lernen mit Situationen in unserem Leben und mit uns selbst umzugehen, egal wie was da kommt, dann brauchen wir im Außen nichts, was uns Sicherheit gibt.

00:36:43: Und dann kommen wir auch zu dem Punkt, den ich vorhin schon angesprochen habe, zum Vertrauen.

00:36:47: Zum Vertrauen in mich selbst, zum Vertrauen ins Leben und dem Wissen, dass egal was da passiert, passt schon.

00:36:55: Ich komme mit allem zurecht und dann brauche ich auch keine zehn Versicherungen bezahlen.

00:37:00: dann brauche ich auch keine Selbstdarstellungsgeschichten, die dafür sorgen, dass ich anders wahrgenommen werde, als ich tatsächlich bin, irgendwelche Schutzschilder im Außen.

00:37:12: Genau, dann kann ich einfach ich sein.

00:37:14: Und das ist der Prozess.

00:37:16: Das ist wahrscheinlich der schwierigste, gleichzeitig irgendwie auch der leichteste, weil man braucht einfach nur aufhören, so zu tun, als ob.

00:37:27: Aber das, ähm, ja.

00:37:29: Und das ist halt das, was bei mir damals passiert ist.

00:37:31: Das zerbrechen halt alle Masken, von denen vielleicht nicht mehr wussten, dass es Masken sind, die wir da tragen.

00:37:40: Oh,

00:37:40: ich habe absolut Gänsehaut.

00:37:41: Mir läuft gerade ein Gänsehaut.

00:37:45: Nach dem nächsten über den Rücken ist es so krass, weil ich habe das auch erlebt.

00:37:49: Also ich greife mal das Thema finanzielle Sicherheit mal auf.

00:37:56: Vielleicht kannst du dich erinnern, als wir uns kennengelernt haben, da war ich noch verbeamtet.

00:38:00: und bin in Elternzeit gegangen.

00:38:03: So, das heißt, in der Zeit habe ich kein Geld verdient.

00:38:06: Ich hatte mich kurz vorher selbstständig gemacht als Lekturin.

00:38:11: Und es war zum Teil schon so, dass es wirklich gerade so dazu gereicht hat, einkaufen gehen zu können, also davon lieben zu können.

00:38:22: Und ich zum Teil solche Existenzängste hatte, dass ich nachts Albträume hatte, sondern bin ich... Irgendwann mal eines Tages aufgewacht und dachte, du bist jetzt hier auf Reisen.

00:38:33: Alles ist wunderschön Natur um dich herum.

00:38:35: Du bist mit deiner Familie zusammen.

00:38:37: Du kannst dich jetzt die ganze Zeit darauf konzentrieren, Angst zu haben, dass es für den nächsten Einkauf nicht mehr reicht.

00:38:46: Oder verdammt noch mal, du hast jetzt vertrauen, dass zu jeder Zeit das Rechte in dein Leben kommt.

00:38:54: Dass das Geld fließen wird, wenn es fließt.

00:38:58: Von dem Tag an war das gar kein Thema mehr.

00:39:02: Das war unglaublich.

00:39:04: Es war ein Wechsel der Perspektive.

00:39:07: Und ich hatte keine Albträume mehr.

00:39:09: Es ist das Geldfloss.

00:39:11: Es hat für die ganze Reise super leicht gereicht.

00:39:13: Ich hatte immer wieder Folgeaufträge.

00:39:15: Es war unglaublich.

00:39:17: Und das ein einziger Perspektivwechsel und Vertrauen in das Leben.

00:39:23: Ja, unglaublich.

00:39:24: Ja, schön, oder?

00:39:25: Es kann so einfach sein.

00:39:27: Es kann so einfach sein.

00:39:29: Ja, ich habe ... Schell, du lebst jetzt auch mittlerweile schon seit sechs Jahren Vollzeit im Van,

00:39:35: oder?

00:39:36: Ja, genau, ja.

00:39:37: Ja,

00:39:37: frei reduziert, nah an deinem natürlichen Rhythmus.

00:39:42: Und gleichzeitig gibt es dann ja auch phasenmassive Arbeitsbelastung, um diese Freiheit überhaupt möglich zu machen.

00:39:48: Wo liegt für dich heute die Grenze zwischen Selbstbestimmung und Selbstüberforderung?

00:39:55: Das ist eine gute Frage.

00:39:56: Dabei bin ich tatsächlich selbst noch dabei, die für mich nicht zu finden, aber zu justieren.

00:40:02: Also was für mich völlig in Ordnung ist, ist Phasen, in denen ich intensiv arbeite, auch gerne körperlich.

00:40:09: Das tut uns einfach gut.

00:40:11: Und ja, aber wie genau ich das ausgestaltet, da bin ich noch am

00:40:16: probieren.

00:40:17: Ah, okay, da bist du noch am gucken.

00:40:19: Genau.

00:40:21: Weil zum Beispiel in dem Prozess bin ich nämlich auch gerade, wo ich für mich auch festgestellt habe, so ist darf mehr Geld für weniger Arbeit fließen.

00:40:31: Kannst du da relating?

00:40:33: Absolut, ja.

00:40:34: Ich meine, das Ziel muss ja irgendwie sein, dass wir auch für ein Lebenszeit gegen Geld zu tauschen, gell?

00:40:40: Absolut.

00:40:41: Weil das ist, am Ende des Tages ist es Prostitution.

00:40:46: Einfach gesagt.

00:40:47: und da möchte ich und ich glaube jeder irgendwie raus

00:40:51: und

00:40:53: ja schauen wir wie es geht und bis bis der tag gekommen ist nehme ich das gerne kauf aber auf oder auf einem weg der immer leichter wird.

00:41:05: also ich möchte ich möchte nicht mehr kämpfen ich möchte eigentlich gar nicht mehr kämpfen beim leben und die dinge dürfen einfach fließen und leicht

00:41:12: sein.

00:41:15: Das wird auch funktionieren, bin ich mehr sicher, da werden sich Wege auftun.

00:41:19: Absolut.

00:41:21: Als wir uns kennengelernt haben, da hattest du ja, wie gesagt, diese Geschichte mit meiner Atmung, das war übrigens, habe ich noch gar nicht aufgelöst, innerhalb von fünf Tagen dann erledigt gewesen.

00:41:35: keine Schmerzen mehr gehabt und dann sind wir weiter gereist.

00:41:40: Und nun waren wir als Familie auf engstem Raume.

00:41:43: Das heißt, wir wurden alle voneinander gespiegelt, miteinander gespiegelt.

00:41:50: Und da kamen dann ja auch plötzlich Themen auf, auch in meiner eigenen Beziehung, in meiner eigenen

00:41:55: Ehe.

00:41:56: Und

00:41:57: da haben wir dich nochmal konsultiert, sowohl mein Mann einzeln und auch ich.

00:42:03: Und da hast du mir etwas sehr Wichtiges gespiegelt, nämlich, dass ich meinem Mann erlauben darf, Mann zu sein und mir selbst erlauben darf, Weich zu sein, ohne Kontrolle.

00:42:15: Was verstehst du unter dem männlichen und weiblichen Prinzip, also jenseits von Klischees?

00:42:22: Ja, jenseits von Klischees ist eine spannende Frage, weil dieses Thema Polarity, Polarität, Mann und Frau ist ja momentan... recht allgegenwärtig.

00:42:32: Mit vielen, was da so in dieser Bewegung stattfindet, gehe ich nicht wirklich konform.

00:42:39: Also ich finde es einfach ganz wichtig, dass wir, egal ob man oder Frau, dass wir jeden so sein lassen, wie er gerne sein möchte.

00:42:48: Und ich sage ganz bewusst, sein möchte und nicht, wie er ist, weil das ist ein großer

00:42:53: Unterschied.

00:42:57: Wir alle tragen Masken hier und da, das ist nun also.

00:43:00: Und das ist aber auch völlig okay.

00:43:01: Und Männer ticken einfach Frauen, anders als Frauen.

00:43:05: Wir machen halt Dinge mit uns selbst aus.

00:43:07: Wir müssen erstmal durch unser Kopf durch, bis wir ins Gefühl kommen.

00:43:10: Die Frauen sind im Gefühl und gehen von dort aus in den Kopf.

00:43:15: Und das sei der große

00:43:15: Unterschied, gell?

00:43:18: Definitiv.

00:43:20: Der ist der große Unterschied und deswegen gehen Männer zum Beispiel, wenn Belastungssituationen da sind, erstmal in den Rückzug und sprechen auch nicht darüber, was sie beschäftigt.

00:43:29: Und das ist okay, weil wir wissen selber gerade

00:43:32: noch gar nicht.

00:43:33: Wir wissen

00:43:33: nur, ey, da ist irgendwas.

00:43:36: Das muss ich jetzt mal ergründen.

00:43:38: Und das ist eine Forschungsreise.

00:43:39: Jedes Mal wieder aus Neue.

00:43:41: Und wenn dann im Außen gerade von der Partnerin eine Penetration stattfindet, im Sinne von, hey, was denn los?

00:43:49: Sprich doch mal mit mir.

00:43:51: Sag doch mal, was ist denn?

00:43:52: Ich spüre doch, da ist irgendwas.

00:43:55: Dann gehen wir noch weiter in den Rückzug.

00:43:58: Und das sorgt halt einfach für Distanz.

00:44:00: Und andersrum ist es genauso wichtig, dass der Mann aber in der Lage ist, dann zu sagen, ey, da ist was, ja.

00:44:07: Ich weiß aber gerade noch nicht was.

00:44:09: Ich brauche gerade den Raum, die Zeit, was auch immer, um das für mich zu ergründen und wenn das soweit ist, spreche ich drüber.

00:44:16: Da ist auch ganz viel so.

00:44:17: die Sprichwort, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, wird da ganz relevant.

00:44:21: Weil, auch wenn wir stärker im Kopf sind als die Frauen, heißt es nicht, dass da keine Gefühle sind.

00:44:30: Im Gegenteil.

00:44:32: Genau.

00:44:34: Es ist halt so, dass wir erst mal für uns herausfinden möchten, was da eigentlich wirklich los ist.

00:44:40: Also bei mir persönlich ist es so, ich habe einfach gelernt, wenn ich eine starke emotionale Reaktion auf irgendwas habe, nicht sofort damit ins Außen zu gehen, aus verschiedenen Gründen.

00:44:51: Und der Hauptgrund ist, wenn ich auf meine... Emotionalen Impulse hören würde, dann würde ich relativ wenig soziales Umfeld noch haben.

00:45:03: Ja klar, wenn ich einfach immer sofort sage, was hier mir los ist, dass zwar einerseits ist es gut, andererseits ist es aber oft sehr unreflektiert.

00:45:14: Und wenn wir unreflektiert sind und unreflektiert sprechen, und da rede ich vor allem gerade von Trigger-Situationen in zwischenmenschlichen Beziehungen, dann sagen wir auf Dinge, die wir gar nicht meinen, weil das, was da gerade fühlt, ist gar nicht ich, sondern vielleicht mal ein inneres Kind oder ein traumatisierter Teil von mir, der einfach gerade superheftig getriggert wird und zum Selbstschutz nach außen schießt.

00:45:40: Und ich glaube, deswegen ist es oft für den Mann eine gute Variante, tatsächlich erst mal zu sich zurückzunehmen und zu sagen, okay, heftig, muss ich mal kurz sagen lassen und mal eben irgendwie in mir sortieren.

00:45:55: Und dann sage ich gleich gerne was zu.

00:45:57: Und das Gleich kann drei Minuten später, kann aber auch ruhig mal drei Tage später sein.

00:46:01: Das ist alles in Ordnung.

00:46:05: Wir Frauen, wir nutzen ja ganz gerne dann auch andere Frauen, eine Freundin oder Frauenkreise, um uns auszutauschen, um uns gegenseitig Rat und Tipps zu geben.

00:46:21: Und jetzt sagst du, Männer ziehen sich lieber zurück, machen das eher mit sich selbst aus.

00:46:30: Ist es für Männer denn gar nicht so wichtig, in Kontakt mit anderen Männern zu sein, um sich dann auszutauschen?

00:46:35: Oder würdest du schon sagen, das ist auch

00:46:37: für Männer wichtig?

00:46:39: Doch, absolut ist das wichtig.

00:46:41: Nur ist der Prozess ein anderer.

00:46:44: Und ihr Frauen, ohne das Werden zu meinen, ihr redet halt einfach gerne.

00:46:52: Ja, das ist Fakt, genau.

00:46:53: Und dann muss alles von links, von rechts, von oben, von unten und wahrscheinlich auch dreimal von allen Seiten beleuchtet und ausgesprochen werden, um damit eventuell auch neue Erkenntnisse zu erlangen.

00:47:02: Und das ist wunderbar.

00:47:05: Und bei Mann ist es einfach einfach ein bisschen anders gelagert.

00:47:10: Also es ist, wie wir brauchen, den Austausch genauso.

00:47:12: Und was ihr Frauen da miteinander habt, im Sinne von... emotionale Offenheit.

00:47:20: Es ist was unglaublich Schönes.

00:47:22: Es ist was unglaublich Schönes und das ist das, wo Männer auch gerne wieder hinkommen dürfen.

00:47:28: Also es heißt in der Rückzug gehen heißt nicht alles nur mit sich selbst alleine ausmachen zu müssen.

00:47:34: Für mich persönlich ist es einfach wichtig mich erstmal zu sortieren bevor ich reagiere oder agiere.

00:47:40: je nachdem und da fehlt es in den männlichen Sphären dieser Welt halt oftmals einfach antiefe und an, ja, dass man sich gegenseitig ernst nimmt.

00:47:56: Weil ganz oft ist es halt einfach so, dass da noch viele, viele Prägungen sind, die sagen, ah ja, Kompassio reißt sich zusammen, wird schon alles.

00:48:04: Mach halt.

00:48:06: Und das ist bei Männern natürlich viel stärker vorhanden als die Frauen.

00:48:11: Ich mein, um das jetzt wirklich zu erklären, müsste ich halt sehr weit ausholen, aber kurz Fassung.

00:48:17: Durch das Patriarchat, was halt einfach über viele, viele Jahre geherrscht hat, war es halt so, dass die Frauen sehr im Rückzug waren, sehr viel alleine gelassen waren, auch zu Hause.

00:48:28: Der Mann war arbeiten, die Frau musste da sich um Herd und Kinder kümmern.

00:48:34: Der Mann kam abends nach Hause und dann hatte alles zu laufen und gut zu sein.

00:48:38: Das war bestimmt nicht angenehm, hatte aber einen Vorteil, und zwar, dass ihr, also die Frau ... Raum hatte, sich mit sich selber auseinanderzusetzen.

00:48:48: Raum hatte, sich zu ergründen, ihre Emotionen kennenzulernen.

00:48:53: Und während der Zeiten, wo die Männer entweder am Malochen waren oder sich mit ihren Kumpels in der Barbe des Offen haben, hatten ihr Zeit für Austausch.

00:49:01: Ihr hattet Zeit für den Austausch untereinander, mit euch selbst und euch selbst kennenzulernen.

00:49:05: Und das fehlt dem Männern, weil wir einfach zu lange im Außen waren.

00:49:12: und immer funktioniert haben, immer gemacht haben und getan haben.

00:49:15: Ja, doch funktioniert gar keine Frage.

00:49:16: Es ist also das Nullwertung oder irgendwas besser oder schlechter oder so, sondern einfach meine Sicht auf das, was über die letzten Generationen an Prägung stattgefunden

00:49:26: hat.

00:49:27: Ja,

00:49:28: genau.

00:49:28: Und dadurch ist es einfach bei Männern oft noch viel schwieriger, auch tatsächlich zum einen zu fühlen, was ist da eigentlich wirklich los?

00:49:37: So, okay, ich bin wütend.

00:49:39: Ja, aber warum bin ich wütend?

00:49:40: Ja, weil du hast das zu mir gesagt.

00:49:42: Ja, nee.

00:49:45: Also, und da halt immer wieder mit dem Finger aus sich selbst zu zeigen und sich zu fragen, wo kommt's denn eigentlich wirklich her?

00:49:52: An was erinnert mich das?

00:49:53: Welche Situationen waren da in meinem Leben?

00:49:55: Und ja, das ist ja im Grunde das, was die innere emotionale Arbeit ausmacht.

00:50:00: Absolut.

00:50:03: Hast du es auch schon erlebt, dass Männer sich dann verloren haben in diesem Rückzug und den Weg, der irgendwie nicht mehr rausgefunden haben, also nach außen?

00:50:12: Natürlich, ja.

00:50:13: Also, sowohl bei mir als auch bei anderen.

00:50:17: Was kannst du da empfehlen?

00:50:21: Keine Angst haben.

00:50:23: Ich weiß, es klingt für die männlichen Zuhörer leichter, als es tatsächlich ist.

00:50:29: Aber wenn wir anfangen, einfach mal darüber zu sprechen, was uns beschäftigt, nachdem es reflektiert

00:50:35: wurde,

00:50:40: dann werden wir feststellen, dass uns tatsächlich mehr Verständnis entgegengebracht wird, als wir vermutlich erwarten.

00:50:48: Was natürlich auch wichtig ist, ist, dass wir mit Menschen sprechen, die mindestens den gleichen oder im besten Fall einen höheren emotionalen Reifegrad haben als wir.

00:51:00: Oh ja, wichtiger Hinweis.

00:51:02: Ja, absolut, weil sonst passiert nämlich genau das, warum Männer sich nicht öffnen, nämlich die Angst vor Verletzung.

00:51:10: Und dann werden die Dinge, die wir preisgeben, oft instrumentalisiert und gegen uns verwendet.

00:51:15: Und das ist eine in der Menschheit und vor allem auch in bei den Männern sehr, sehr stark vorherrschen Angst.

00:51:21: Und das ist für mich aufgrund meiner Lebenserfahrung sehr gut nachvollziehbar.

00:51:26: Ja, ist das auch.

00:51:27: Ja, oder wie du sagst, dieses kleine Reden.

00:51:30: Ach, na ja, komm.

00:51:31: Hatt ich jetzt nicht.

00:51:33: Also entweder Abwertung oder das eben gegen denjenigen verwenden.

00:51:37: Ja,

00:51:38: absolut.

00:51:40: Deswegen ist oft auch einfach jemand neutral ist gut.

00:51:43: Also Menschen, ich weiß nicht, in Amerika beispielsweise, es ist Standard, dass jeder irgendwie ein, zwei Therapeuten hat.

00:51:50: Bei uns ist es nach wie vor im europäischen Raum, nach wie du gehst zur Therapie.

00:51:55: Na

00:51:56: dann muss ja ein anderer Waffel haben.

00:51:58: Genau.

00:51:58: Und manchmal ist es, ja, ja, genau.

00:52:01: Und deswegen ist es oft einfach gut, jemanden zu haben, der neutral ist, dem du persönlich egal bist.

00:52:08: Also das kann auch was ganz Schönes sein.

00:52:10: Das sage ich meinen Klienten auch immer wieder.

00:52:11: Am Ende des Tages bist du mir egal und das aber auf eine positive Weise.

00:52:16: Einfach um zu verdeutlichen, dass es ist alles okay.

00:52:19: Ich werte das nicht.

00:52:20: Das

00:52:21: ist mir egal.

00:52:22: Also gleichzeitig kann ich so viel mitführen und nachempfinden und einfach sagen, hey, das ist okay, dass das so ist.

00:52:29: Erlaubt ihr das?

00:52:29: Alles in

00:52:30: Ordnung.

00:52:31: Ja, hier ist ein Safe Space.

00:52:32: Hier kannst du dich auskotzen.

00:52:35: Absolut, ja.

00:52:37: Ja, wichtig.

00:52:38: Ja, total schön.

00:52:42: Jetzt wechsle ich mal nochmal ein Thema.

00:52:48: Du äußerst dich auch sehr kritisch zur spirituellen

00:52:50: Szene.

00:52:52: Vor allem zur Verurteilung, zu Dogmen und zu diesem subtilen.

00:52:56: Ich weiß es besser als du.

00:52:57: Was macht dich daran so wütend oder vielleicht

00:53:00: auch traurig?

00:53:03: Wütend macht es mich nicht, ich finde es gerade einfach ein bisschen schade, was passiert.

00:53:07: Also am Ende ist es aktuell so, dass in ganz vielen spirituellen Bewegungen oder in sogenannten Erwartenkreisen einfach ganz vieles, ja aus meiner Sicht ist es immer nur eine persönliche Wahrnehmung.

00:53:28: Einfach der Käfig, in dem wir früher gelebt haben, umgestaltet werden.

00:53:30: Ich habe neulich mal einen Text darüber geschrieben, wo es darum geht, dass früher war, war der Käfig halt irgendwie.

00:53:37: Arbeit, Selbsterstellung, Erfolg, dies, das.

00:53:39: Und heute ist es halt die Kakao-Zeremonie am Morgen, der Veganismus und Sing- und Tanzkreise am Wochenende.

00:53:48: Und wenn du das nicht machst, dann bist du ja nicht so weit wie ich.

00:53:54: Und das ist was, was ich ganz, ganz schade finde, weil unser eigenliches Bestreben ist, ja, Gemeinschaft und die Trennung aufzulösen.

00:54:01: Und was wir aber tun, ist, die Trennung einfach nur auf dem anderen Niveau zu hin.

00:54:06: Oder eher zu senken.

00:54:08: Also es

00:54:10: wird

00:54:11: einfach umgestaltet.

00:54:13: Und das, was früher halt war, ja, du verdienst halt nicht so viel Geld wie ich, da möchte ich mit dir nichts zu tun haben, ist halt heute auch wie du hast noch nie Kakao getrunken.

00:54:22: Du spielst keine Handpan.

00:54:23: Das gibt's ja nicht.

00:54:25: Ja, nee, dann ... Also, da ist halt ganz viel Wertung einfach noch vorhanden.

00:54:29: Und wir können wahrscheinlich nicht nicht werden.

00:54:33: Das ist okay.

00:54:35: Nur sollten wir das nicht so sehr als den bestimmenden Faktor unserer Lebensgestaltung ... ja ... empor kommen lassen.

00:54:44: Hm.

00:54:45: Ja, total.

00:54:46: Vielleicht ... Kannst du mal ein Beispiel geben?

00:54:50: Ich begreif mal jetzt was auf, was dir vielleicht was sagt.

00:54:54: Es gibt spirituelle Kreise, die sagen, es gibt verschiedene Bewusstseinsebenen, also sprich von eins D bis sieben D aufwärts.

00:55:06: Ja, und die dann eben sagen, ja also ich bin total bewusst, ich bin erwacht, ich bin schon in fünf D, ich sehe hier schon überall spirituelle Wesen, während du noch um deinen Existenz kämpfst und dein klägliches Leben jeden Tag bestreitest.

00:55:26: Meinst du so eine Art Trennung?

00:55:29: Absolut und das ist ja eine Selbsterhebung, die der Stadt findet, die alle anderen total abwertet.

00:55:35: Und wenn jemand so agiert und dann im gleichen Atemzug sagt, er sei erwacht, dann ist er ganz tief im Schlaf.

00:55:44: Weil wirkliche Erkenntnis ist für mich, dass wir alle einfach sind, wie wir sind.

00:55:51: Und fertig.

00:55:53: Mir ist er nicht.

00:55:55: Das ist für dich die Definition einer gesunden geerdeten Spiritualität, wie du

00:56:00: sie liebst.

00:56:00: Ja, und es gibt natürlich, gibt es verschiedene Bewusstseinstände.

00:56:03: Natürlich fällt es dem einen leichter die Welt um sich herum durch Manifestation oder, nennen wir es wie wir wollen, es spielt keine Rolle, zu manipulieren und so zu fügen, wie man es sich gerne, gerne wünscht.

00:56:17: Das fällt anderen ein bisschen schwerer, aber das ist doch okay.

00:56:20: Deswegen ist der eine nicht besser oder schlechter als der andere

00:56:22: gerne.

00:56:23: Absolut.

00:56:25: Ja.

00:56:26: Und letzten Endes tragen wir sowieso alle schon alles in uns.

00:56:31: Die Frage ist, das zu entdecken für sich.

00:56:36: Absolut.

00:56:36: Auf die Reise gehen.

00:56:38: Ja.

00:56:39: In seinem eigenen Tempo.

00:56:39: Ja und nein.

00:56:41: Ja und nein, tatsächlich.

00:56:42: Weil ich glaube, wir haben auch einfach andere, wenn man so sagen möchte, Seelenpläne oder wie auch immer.

00:56:47: Wir sind einfach da, um uns zu erfahren.

00:56:51: Und wenn wir alle das Gleiche erfahren würden, dann wäre es ganz schön langgönig.

00:56:55: Absolut.

00:56:56: Weißt du, was ich auch mitgenommen habe von unserem Gespräch damals?

00:57:01: Und zwar sind wir beide Löwen vom Sternzeichen her.

00:57:06: Und du hast auch gesagt, sei wieder die Löwen.

00:57:08: Zeig dich nach außen.

00:57:10: Trau dich wieder, die Löwen in dir zu erwecken.

00:57:15: Und hallo, hier bin ich und hab jetzt einen Podcast, so Lomo.

00:57:17: Geile Nummer.

00:57:19: Hast du alles richtig

00:57:20: gemacht?

00:57:21: Dankeschön!

00:57:22: Ich wollte dir sagen, dass du mich auch dazu inspiriert hast, auch wieder nach außen zu gehen, weil es bei mir tatsächlich auch diese Zeit gab, wo ich nicht Lust hatte, die fauchende, selbstbewusste Löwin zu sein.

00:57:35: Weißt

00:57:35: du?

00:57:36: Ja.

00:57:38: Du brauchst ja gar nicht fauchen, gell?

00:57:40: Du musst ja einfach nur deine innere... Königliche Präsenz akzeptieren und die Welt darf nicht begründet.

00:57:49: Ich weiß gar nicht, ob du das schon mitbekommen hast, aber ich mache gerade eine Kronen-Challenge.

00:57:53: Ich trage jetzt also, heute ist der dritte Tag, vierzehn Tage lang eine Krone.

00:57:59: Also ja.

00:58:00: Geil.

00:58:02: Sehr geil.

00:58:04: Und amunterere andere damit zu machen, um wieder den eigenen Selbstwert zu spüren.

00:58:08: Also total spannend.

00:58:09: Schön.

00:58:12: Super, ich danke dir für diesen ersten Teil.

00:58:14: Das war der Gesprächsteil sozusagen.

00:58:18: Und jetzt habe ich den Rubrikenteil mit dir vor.

00:58:23: Das heißt, meine Gäste, die geladen sind oder auch Gästinnen, die dürfen die Rubriken des Tages auswählen.

00:58:36: Welcher Satz oder Gedanke trägt dich gerade wirklich?

00:58:47: Ich möchte jeden Tag ein Stück mehr ich selber sein.

00:58:53: Okay, schön.

00:58:55: Ja.

00:58:56: Und gibt es vielleicht so im Sprachgebrauch, wenn du jetzt in Coachings bist oder in Behandlungen bist, Sätze, die dir immer wieder auffallen, die limitieren sind, wo du sagst, oh, die können wir eigentlich abschaffen, diese Sätze mit.

00:59:14: Ja, wie ich vorhin schon kurz gesagt habe, es müsste, es sollte, es könnte, es würde, sondern, ja, genau, das würde ich gerne abschaffen.

00:59:28: Und stattdessen, dass die Leute dann sagen, ich möchte oder?

00:59:32: Nein, ich darf.

00:59:33: Ich darf.

00:59:34: Ich darf, ich kann, ich werde.

00:59:37: Okay, super.

00:59:38: Das sind die Power-Absätze dann.

00:59:41: Okay, cool.

00:59:42: Sehr schön.

00:59:42: Danke

00:59:42: dir.

00:59:43: Sehr gerne.

00:59:52: Hast du einen Song, einen Klang oder ein Geräusch, eine Melodie, die dich auf deinem Lebensweg begleitet hat oder aktuell begleitet?

01:00:02: Ja, ich habe ein Lied, was mich vor allem in der Zeit, wo ich aus meiner inneren Tisten Dunkelheit langsam wieder im Por gekrochen bin, sehr stark geprägt hat.

01:00:14: Südmark vielleicht nicht der musikgeschmack jeder Mann sein, aber das macht ja auch gar nichts.

01:00:17: Die Message da drin ist einfach unglaublich toll.

01:00:20: Und zwar ist das von der Band Omnia, das Lied Black House.

01:00:28: Und dieses Lied spiegelt einfach den Ort, den inneren Ort, dem wir am liebsten niemandem zeigen.

01:00:37: Und wo einfach nur tiefe Dunkelheit herrscht und wo man mit sich und seinen Dämonen alleine ist.

01:00:46: Und das Schöne daran ist, dass das nicht werdend ist, sondern dass es einfach akzeptiert.

01:00:53: Also der Text akzeptiert diesen Ort und preist ihn sogar an.

01:00:59: Und das finde ich unglaublich schön.

01:01:02: Es repräsentiert unsere Schattenseiten

01:01:04: sozusagen.

01:01:05: Genau.

01:01:07: Kann ich jedem mal empfehlen, dort hineinzuhören.

01:01:11: Vor allem wenn er gerade denkt, so schlecht wie es ihm geht und sei ja nicht

01:01:16: richtig.

01:01:18: Okay, ich packe es euch in die Show Notes, dann könnt ihr reinhören

01:01:21: in den Song Omnia

01:01:22: Black House.

01:01:24: Danke schön für diesen

01:01:25: Impuls.

01:01:33: Gerne.

01:01:36: Was bedeutet im Moment echte Selbstfürsorge für dich?

01:01:39: Jenseits von Konzepten hast du da einen Seelenhappen für uns.

01:01:43: In Form eines Buches oder eines Films, eines Gedichts, was auch immer.

01:01:51: Also meine Gedichte sind unglaublich gut.

01:01:54: Du schreibst Gedichte,

01:01:55: Solomon?

01:01:56: Ja, selbstverständlich.

01:01:58: Kann jeder gerne mal auf meiner Facebookseite vorbeischauen.

01:02:03: Sag mal, auf welcher Seite denn?

01:02:05: Solomon Hiyoka.

01:02:08: Genau.

01:02:11: Aber ein Buch, was mich selber gerade bewegt, ich werde es heute abholen, oder ein Thema, was mich bewegt und dazu habe ich mir ein Buch gestellt, ist auch nicht für jeden relevant, aber das heißt, der verlorene Zwilling des Mutterleib, das Drama im Mutterleib.

01:02:30: Und da geht es darum, dass ganz viele Menschen von uns einen ungeborenen Zwilling bereits im Mutterleib.

01:02:37: verloren haben.

01:02:39: Und warum wir dadurch eventuell geprägt so sehr auf der Suche nach echter Nähe sind, sie aber nie finden, warum wir uns immer alleine fühlen, egal von wem wir umgeben sind.

01:02:51: Und das ist ein ganz, ganz spannendes

01:02:53: Thema.

01:02:54: Weil es damals ein Zwilling gegeben hat, der sozusagen nicht geboren wurde.

01:02:58: Genau.

01:02:59: Und tatsächlich ist es wohl so, dass das bei zehn Prozent der Menschen der Fall ist.

01:03:05: Ja, und es muss gar nicht immer bewusst sein.

01:03:08: Vor allem auch gerade in unserer Generation und früheren war ja auch die Ultraschalltechnik noch nicht so so weit.

01:03:15: Und es kann da sein, dass der Zwilling in einem ganz frühen Stadion bereits abgegangen ist, einfach bei einer Zwischenblutung oder ähnliches.

01:03:21: Und ja, das hat wohl sehr stark prägenden Einfluss.

01:03:25: Und ja, jeder, der dieses Gefühl kennt, darf sich gerne mal mit einem solchen

01:03:31: Thema beschäftigen.

01:03:33: Danke schön für den Impuls.

01:03:35: Gerne.

01:03:37: Hast du dein Gedicht von dir, was du besonders magst?

01:03:41: Hast du Lust, eins vorzulesen?

01:03:45: Ich mag ja deine tiefe sonore Stimme.

01:03:48: Also, wenn du jetzt noch so ein Gedicht vortragen würdest, von dir wär ich nicht

01:03:53: abgeneigt.

01:03:57: Also, da muss ich mal eben kurz

01:03:58: schauen.

01:03:59: Ja, guck mal, die Zeit, die nehmt bei

01:04:01: uns.

01:04:07: Ja, ich hätte eins.

01:04:11: Also, bevor ich das vorläs, möchte ich gerne sagen, ich schreibe meist dann, wenn es mir nicht gut geht, damit es mir wieder besser geht.

01:04:20: Um das auszudrücken, was in mir so vorgeht.

01:04:22: Ja, schreiben als Ventil.

01:04:25: Ja, genau.

01:04:26: Und das folgende Gedicht heißt, Obhut des Waldes.

01:04:32: Tief, dunkel, eng und weit, in deiner Stille wir vereint.

01:04:37: Dein Dach

01:04:37: schützend

01:04:38: über meinem Haupt, so mancher dich zu spüren, sich nicht traut.

01:04:43: Doch wir bin ich mal entzweit, bis du es, der mich wieder eint.

01:04:48: Nimmst alles auf, was in mir ist.

01:04:51: Gereinig dann zurück, es zu mir fließt.

01:04:54: In deiner Tiefe stets verborgen, Wesenheiten und all ihre Sorgen.

01:04:59: Schützt du sie vor der Welt im Außen, in dir möchte ich leben, in dir möchte ich hausen.

01:05:04: Sterbend und gebährend, immerzu, so bin ich und so bist du.

01:05:09: Hätten wir nur Augen zu sehen, was sie erblicken, vor Fülle und Reichtum würden wir ersticken.

01:05:15: Ersticken all den Lärm in unserem Geist, wissen, dass es geborgen werden heißt.

01:05:21: In Klarheit und Reinheit der unseren Seele, so frage ich mich, warum ich mich noch quäle.

01:05:28: In dir, so habe ich es erkannt, was ich ihm versehen, aus mir verband.

01:05:32: gefunden was ich glaubte sei verloren zu hüten zu schützen.

01:05:36: ich habe es geschworen nun sehe ich es.

01:05:38: es ist nicht fort.

01:05:39: nun keimt es wieder in mir.

01:05:41: am tiefsten ort erwacht es dort zu neuem leben.

01:05:44: an die oberfläche will es streben aus der dunkelheit hinein ins näherende licht.

01:05:49: ich weiß es zu hüten meine pflicht.

01:05:51: nie wieder will ich es vergessen gar verlieren.

01:05:54: und wenn doch weiß ich ich finde es bei den tieren.

01:06:00: vielen lieben dank.

01:06:02: da möchte ich glatt in

01:06:03: den Wald gehen.

01:06:04: mensch

01:06:06: Ja, mach... Ja, machst du die Tage auch, ne?

01:06:10: Ja, absolut.

01:06:12: Oh, schön.

01:06:13: Das passt ja wirklich gut.

01:06:15: Vielen lieben Dank.

01:06:16: Ja, sehr, sehr gerne.

01:06:18: Tschüss.

01:06:19: Ach, Solomon, ich danke dir für dieses offene, manchmal unbequeme, aber auch zugleich sehr menschliche Gespräch.

01:06:28: Du erinnerst uns daran, dass Freiheit nicht immer leicht ist, aber ehrlich.

01:06:33: Genau.

01:06:34: dass Heilung nicht im Funktionieren liegt, sondern im Zuhören und dass wir niemanden beweisen müssen, wer wir sind.

01:06:44: Nein.

01:06:48: Und manchmal heißt das auch alte Käfige zu verlassen.

01:06:51: Selbst die spirituell geschmückten, oder?

01:06:55: Absolut gerade die.

01:06:58: Eben.

01:06:59: Genau.

01:07:00: Ich danke dir für diese Folge und dass du mir heute live zugeschaltet warst.

01:07:04: Ich hoffe, dass der Sturm bald aufhört und du in dein Schoß des Waldes gehen kannst und dich wieder erden und zu dir kommen kannst und dein, ja, deinem... deinem Ich zuhören kannst, was es dir zu sagen

01:07:19: hat.

01:07:20: Vielen lieben Dank.

01:07:22: Zum einen für die guten Wünsche und zum anderen für die schöne Gelegenheit.

01:07:27: Ja, liebe Hörerinnen, wir freuen uns sehr über euer Feedback zu dieser Folge.

01:07:32: Schreibt uns gerne über die bekannten Kanäle.

01:07:35: Bleibt ehrlich, bleibt euch treu und stay tuned.

01:07:39: Deine Victoria und Solomon Heyyoka.

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